Kanal- und Kläranlagen Nachbarschaft 711
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letzte Änderung
11.03.2012

 

 

 

 

 

Sinn und Organisation der Kanal- und Kläranlagen-Nachbarschaften

Kläranlagen und Kanalisation sind teuer, im Bau und im Betrieb. Die Einrichtungen können nur dann gut funktionieren, wenn qualifiziertes Personal eingesetzt wird, das für einen optimalen Betrieb sorgt. Deshalb ist eine ständige Weiterbildung des Betriebspersonals wichtig.

Dazu hat der DWA Landesverband Bayern im Jahre 1973 Nachbarschaften eingerichtet. Hier trifft sich das Betriebspersonal von etwa 20 Anlagen und diskutiert über praxisnahe Probleme. 98 solcher Nachbarschaften bestehen in Bayern. Als Lehrer sind betriebserfahrene Abwasserfachleute tätig. Das Betriebspersonal wird zwei bis dreimal jährlich in einem ,,Nachbarschaftstag" auf einer Anlage geschult. Lehrbücher und Unterrichtsmaterial werden gestellt.

Folgende Ziele werden angestrebt:

  • Auf konkrete Fragen erhält das Personal vor Ort praktische Antworten.
  • Der Wissensstand wird erweitert und die neuesten Informationen vermittelt.
  • Das Betriebspersonal zieht aus den Erfahrungen der Berufskollegen Nutzen und wird durch den Besuch anderer Abwasseranlagen zur kritischen Beurteilung der eigenen Arbeit befähigt.
  • Die bestmögliche Wirkung der Kläranlagen wird angestrebt.
  • Das Betriebspersonal lernt die Abwasseranlage wirtschaftlich zu betreiben.
  • Es wird befähigt, die vorgeschriebene Eigenüberwachung selbständig durchzuführen.
  • Im Hinblick auf das Abwasserabgabengesetz wird der Gemeinde zu einer niedrigen Abgabe verholfen.

Die Beteiligung an den Kanal- und Kläranlagennachbarschaften ist unabhängig von der Mitgliedschaft in der DWA. Nur auf einen förmlichen Antrag hin wird man DWA Mitglied und entrichtet dafür einen eigenen Mitgliedsbeitrag.